
Industrieanlagen, vom Prozess aus gedacht
Integrierte Planung und Engineering für Produktionsumgebungen, in denen Prozess, Medien, Tragwerk, Sicherheit und Instandhaltbarkeit zusammenwirken müssen
Anlage besprechenProduktionslogik
Das Gebäude beginnt mit der Materialbewegung
Eine Industrieanlage ist keine neutrale Hülle. Jede Prozessstufe erzeugt Anforderungen an Fläche, Tragwerk, Energie, Raumklima, Sicherheit und Zugänglichkeit.
Annahme
Das Rohmaterial kommt an
Fahrverkehr, Entladung, Auffangvorkehrungen, Lagerung und Medienanschlüsse bilden die ersten Übergänge zwischen Grundstück und Gebäude.Verarbeitung
Die Produktion bestimmt den Raum
Anlagengeometrie, Lasten, Wärme, Schwingungen, Emissionen, Wartungszugänge und Sicherheitszonen prägen Architektur und Tragwerk.Medien
Medien halten die Produktion aufrecht
Strom, Prozesswasser, Kühlung, Druckluft, Gase, Entwässerung, Lüftung und Regelungstechnik müssen zum Betriebsprofil passen.Versand
Das Fertigprodukt verlässt das Werk
Lagerung, Qualitätskontrolle, Verpackung, Verladung, Feuerwehrzufahrt und Transportwege schließen den Produktionsfluss ab.Die Infrastruktur muss der Produktion folgen
Der Prozess bestimmt den Bedarf. Planung und Engineering machen daraus koordinierte Kapazität, Trassen, Flächen, Tragwerk und Steuerlogik.
Prozessmedien
Druckluft, technische Gase, Prozesskühlung und -heizung, Messtechnik, Entwässerung und Anlagenanschlüsse
Kapazität und Trassenführung abgestimmt auf Anlagenliste und BetriebsbedarfMechanische Anlagen
Heizung, Lüftung, Klimatisierung, Staubabsaugung, Entrauchung und Raumklimaregelung
Arbeitsbedingungen abgestimmt auf Menschen, Maschinen, Produkt und Ex-ZonenElektrotechnik und Regelung
Mittel- und Niederspannungsverteilung, Motorsteuerzentren, Ersatzstromversorgung, Automatisierung, Überwachung und Datenanbindung
Spannungsqualität, Versorgungssicherheit, Schutztechnik und Steuerlogik als ein System koordiniertGebäude und Infrastruktur
Architektur, Tragwerk, Gründung, Tiefbau, Verkehrsflächen, Entwässerung, äußere Medien und Brandschutzkonzept
Eine Anlage, die Anlagenlasten trägt und sicheren Betrieb, Zugänglichkeit und spätere Änderungen zulässtJede Fertigung stellt eine andere Aufgabe
Dieselbe Gewerkeliste führt nicht zur selben Antwort. Die Betriebsbedingungen entscheiden, welche Risiken die Planung führen.
Chemische VerfahrenstechnikAuffangvorkehrungen und Ex-Bereiche
Die Ex-Zoneneinteilung beeinflusst Lüftung, elektrische Betriebsmittel, Auffangvorkehrungen der Entwässerung, Zugänglichkeit und Instandhaltung von Planungsbeginn an.
- Ex-Zoneneinteilung in der Planungsgrundlage verankert
- Auffangvorkehrungen mit der Grundstücksentwässerung koordiniert
- Anlagenlisten auf die Anforderungen des Explosionsschutzes abgestimmt
Lebensmittel und GetränkeHygiene und Reinigbarkeit
Entwässerung, Durchdringungen, Materialübergänge, Luftführung, Feuchte und Anlagenzugänge müssen die Reinigung tragen, ohne Kontaminationsrisiken zu erzeugen.
- Hygienezonen in Grundrissen und Trassenführung abgebildet
- Entwässerung der Nassreinigung und Bodengefälle gemeinsam gelöst
- Kondensat- und Feuchterisiken in der Raumklimaregelung berücksichtigt
Stahl und MetalleLasten und thermische Bedingungen
Krane, Öfen, schwere Maschinen, Schwingungen und extreme Hitze machen Tragwerks- und Tiefbauentscheidungen zum Teil der Produktionsstrategie.
- Kranbahnen und Portalkonstruktionen auf Betriebslasten ausgelegt
- Wärmeschutz mit Absaugung und Lüftung koordiniert
- Gründungen für statische und dynamische Anlageneinwirkungen gelöst
AutomobilindustrieZellen, Buchten und durchgehender Fluss
Presswerke, Lackieranlagen, Roboterzellen, Fördertechnik und Medientrassen erzeugen dichte Übergänge über lange Produktionshallen hinweg.
- Abluft und Nachbehandlung flüchtiger organischer Verbindungen koordiniert
- Schwingungsentkopplung für Pressen und Produktionsanlagen gelöst
- Strom- und Steuerungsinfrastruktur der Roboterzellen nach Produktionsbedarf ausgelegt
Verpackung und KonsumgüterGeschwindigkeit und Wiederholbarkeit
Weite Produktionsflächen verbinden hohen Druckluftbedarf, Antriebsleistung der Fördertechnik, Staubrisiken, häufige Umrüstungen und eng getakteten Materialfluss.
- Staubgefährdungsbeurteilung mit Lüftung und Anlagenauswahl verknüpft
- Druckluftnetze auf Druck und Gleichzeitigkeit ausgelegt
- Antriebsleistung und Motorsteuerungsarchitektur zonenweise koordiniert
Energie und VersorgungNetzanschlusspunkte
Netzanschlüsse, Umspannstationen, Erzeugungsanlagen und die Verteilung im Werk treffen an der Grenze zwischen Gebäudetechnik und Energieinfrastruktur aufeinander.
- Hoch- und Mittelspannungsanschlüsse früh definiert
- Schutzkoordination gemeinsam mit dem Netzanschluss entwickelt
- Störlichtbogenrisiko in Anlagenanordnung und Zugänglichkeit berücksichtigt

BIM-gestützte Abwicklung
Ein technischer Nachweis von der Grundlage bis zur Ausgabe
Betriebsgrundlage
Wir übersetzen Prozessinformationen, Anlagendaten, Kapazität, Betriebsarten und Reserven für später in eine koordinierte Planungsgrundlage.
Modell der Koordinationspunkte
Anlagenzonen, Lasten, Anschlusspunkte, Wartungsräume, Tragwerk und Medientrassen werden im BIM-Modell koordiniert.
Technische Prüfung
Prüfungen testen Kapazität, Trassenführung, Zugänglichkeit, Sicherheit, Ausführbarkeit und Gewerkeübergänge, bevor Informationen ausgegeben werden.
Entscheidungsreifer Unterlagensatz
Pläne, Modelle, Listen, Berechnungen und offene Entscheidungen sind für Freigabe, Ausschreibung, Ausführung und Übergabe strukturiert.
Was den Unterlagensatz ausführbar macht
Detaillierungsgrad allein ist keine Steuerung. Verantwortung, Entscheidungen und Betriebsanforderungen müssen mit der ausgegebenen Information verbunden bleiben.
Koordinationspunkte sind zugeordnet
Jeder Prozessanschluss und jede Gewerkegrenze hat eine klare Verantwortung, einen Status und eine technische Anforderung.
Risiken bleiben sichtbar
Randbedingungen, Annahmen, Kollisionen und offene Entscheidungen bleiben über Prüfungen und Modellkoordination nachvollziehbar.
Der Betrieb bleibt im Blick
Planungsentscheidungen berücksichtigen Zugänglichkeit, Austausch, Reinigung, Instandhaltung, Inbetriebnahme und spätere Produktionsänderungen.
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