RechenzentrenDeutschlandConcept and basic design

Von der Druckerei zum Rechenzentrum: Elektro-, GLT- und Brandschutzplanung für einen Umbau

Konzept- und Entwurfsplanung für Elektro, Gebäudeleittechnik und Brandschutz beim Umbau einer bestehenden Druckerei in ein Rechenzentrum unter 10 MW mit rund 9.000 m² Whitespace.

Von der Druckerei zum Rechenzentrum: Elektro-, GLT- und Brandschutzplanung für einen Umbau — TEBIN-Projekt
IT-Leistung
Under 10 MW
Whitespace
~9,000 m²
Bestandsgebäude weitergenutzt
Conversion

Eine Druckerei und ein Rechenzentrum haben mehr gemeinsam, als es scheint. Beide sind schwere Gebäude: tragfähige Böden, großzügige lichte Höhen, industrielle Stromversorgung und eine Struktur, die um Maschinen statt um Menschen gebaut ist. Diese Überschneidung macht Umbauten wie diesen lohnend, und in den Unterschieden sitzt die Ingenieurarbeit.

TEBIN war Elektroplaner beim Umbau einer bestehenden Druckerei in Deutschland in ein Rechenzentrum mit unter 10 MW IT-Leistung und rund 9.000 m² Whitespace. Der Leistungsumfang umfasste die Konzept- und Entwurfsplanung der elektrischen Anlagen, der Gebäudeleittechnik (GLT) und der Brandschutzsysteme, erbracht als Planungspartner des federführenden Ingenieurbüros.

Was gibt ein Bestandsgebäude, und was kostet es?

Ein Industriestandort bringt Vorteile, die ein unbebautes Grundstück nicht hat: eine etablierte Stromversorgung, eine für schwere Lasten ausgelegte Struktur und eine Lage, die neu schwer zu bekommen wäre. Er bringt aber auch bereits getroffene Entscheidungen mit: Stützenraster, Geschosshöhen, Schachtlagen und eine Hülle, die jemand Jahrzehnte zuvor für ein anderes Problem festgelegt hat.

Rechenzentrumsplanung beginnt normalerweise damit, das Gebäude um die Strom- und Kühltopologie herum zu ordnen. Bei einem Umbau muss die Topologie um das Gebäude herum geordnet werden. Diese Umkehrung ist die ganze Aufgabe.

Warum ist die Stromverteilung das bestimmende System beim Umbau?

Die elektrische Verteilung eines Rechenzentrums ist dicht, schwer und duldet keine Umwege. Schalträume brauchen Fläche und Zugang, Verteilwege wollen kurz und direkt sein, und jeder zusätzliche Meter Trasse bringt Verluste, Kosten und Koordinationsaufwand. In einem Bestandsgebäude konkurrieren diese Wege mit einer Struktur, die sich nicht verschieben lässt.

Der Planungsschwerpunkt in diesem Projekt lag auf einer zuverlässigen Stromverteilung neben Überwachung und Steuerung: in Konzept und Entwurf eine Architektur festzulegen, die das Bestandsgebäude tatsächlich tragen kann.

Warum kommen Überwachung und Personenschutz früh und nicht spät?

GLT und Brandschutz waren Teil desselben Leistungsumfangs und keine spätere Ergänzung. Bei einem Umbau zählt das mehr als im Neubau: Das Brandschutzkonzept in einer Bestandsstruktur hängt von Brandabschnitten, Fluchtwegen und Melderabdeckung ab, die für eine andere Nutzung und eine andere Brandlast geplant wurden. Brandlast und Personenschutzanforderungen eines Datenraums sind nicht die einer Druckhalle.

Überwachung, Steuerung und Detektion in die Konzeptphase zu holen, erlaubt es, die Anpassung der Bestandsinfrastruktur als Ganzes zu bewerten, statt in der Ausführungsplanung festzustellen, dass das Gebäude das Konzept nicht trägt.

Projektergebnis

TEBIN lieferte die Konzept- und Entwurfsplanung für die elektrischen Anlagen, die Gebäudeleittechnik und die Brandschutzsysteme des umgebauten Gebäudes, mit Blick auf zuverlässige Stromverteilung, Überwachung und Steuerung, Personenschutz und die Anpassung der Bestandsinfrastruktur an Rechenzentrumsanforderungen. Spätere Planungsphasen, Bau und Inbetriebnahme liegen bei den Beteiligten, die diese Leistungen innehaben.

Projekt-FAQ

Kann ein Industriegebäude in ein Rechenzentrum umgebaut werden?

Es ist ein anerkannter Weg zu Kapazität, wo Netzanschlüsse und geeignete Grundstücke knapp sind. Industriegebäude bringen oft Bodentragfähigkeit, lichte Höhen und eine vorhandene Stromversorgung mit, aber Stützenraster, Geschosshöhen und Hülle sind fixiert, sodass Strom- und Kühlanordnung um das Gebäude herum geplant werden müssen und nicht umgekehrt.

Was hat TEBIN in diesem Projekt geplant?

Konzept- und Entwurfsplanung der elektrischen Anlagen, der Gebäudeleittechnik und der Brandschutzsysteme, als Elektroplaner und Planungspartner des federführenden Ingenieurbüros.

Warum ist der Brandschutz bei einem Umbau komplexer?

Brandabschnitte, Fluchtwege und Melderabdeckung eines Bestandsgebäudes wurden für eine andere Nutzung und eine andere Brandlast geplant. Ein Datenraum stellt andere Anforderungen, also muss das Brandschutzkonzept an der vorhandenen Struktur neu aufgebaut werden.

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