BIM-Koordination einer Bergbauanlage mit 44 Gebäuden
Wie TEBIN Planungsinformationen für 44 Gebäude, 29 ha Laserscan-Kontext und rund 700 Quelldokumente digital rekonstruierte und koordinierte.

- Geprüfte Gebäude
- 44
- Lasergescanntes Gelände
- 29 ha
- Identifizierte Koordinationspunkte
- 3,000
Das Bergbauprogramm umfasste Planungsinformationen für 44 Gebäude an einem aktiven Industriestandort. TEBIN rekonstruierte Modelle für Building Information Modeling aus vorhandener Dokumentation, verglich Fachinformationen und machte Risiken sichtbar, bevor sie in die Ausführung getragen wurden.
Die Grundlage bestand aus rund 700 Plänen und mehr als 50 Fachpaketen. Ein Laserscan von 29 ha lieferte den vermessenen Standortkontext für das Masterplanmodell und die Prüfung der Beziehungen zwischen den Gebäuden.
Wie wurden fragmentierte Unterlagen zu einer Prüfumgebung?
Große Industrieprogramme sammeln Zeichnungen verschiedener Planer, Pakete und Revisionsstände. Einzelne Dokumente können verständlich sein, während das Gesamtpaket widersprüchliche Höhen, fehlende Koordinationspunkte, unklare Schnittstellen oder unvereinbare Annahmen enthält.
TEBIN überführte diese Informationen in Modelle und nutzte sie als gemeinsame Prüfumgebung. Fachinformationen konnten dadurch räumlich und logisch verglichen werden, statt nur planweise geprüft zu werden. Die Arbeit verband geometrische Kollisionsprüfung mit einer inhaltlichen Kontrolle von Dokumentation, Gebäudebeziehungen und Planungsannahmen.
Warum war der Laserscan wichtig?
Die Punktwolke des 29 ha großen Standorts ermöglichte den Vergleich der Planung mit dem vorhandenen Umfeld. In einer aktiven Industrieanlage betrifft dieser Kontext nicht nur Geometrie, sondern auch Höhen, Zugänge, vorhandene Strukturen, technische Trassen, Beziehungen zwischen Gebäuden und spätere Bauphasen.
Der Laserscan machte die Planung nicht automatisch richtig. Abweichungen erforderten weiterhin technische Interpretation, Prüfung der Vermessungsgrundlage und Entscheidungen der verantwortlichen Beteiligten. Sein Nutzen lag darin, eine messbare Grundlage für die Koordination zu schaffen.
Wie wurden Koordinationsrisiken sichtbar gemacht?
Die Projektdokumentation weist rund 3.000 identifizierte Koordinationspunkte aus, darunter geometrische Konflikte, logische Fehler und Lücken zwischen Paketen. Ziel war keine möglichst hohe Kollisionszahl, sondern eine sichtbare Risikoliste für Bau, Beschaffung und weitere Planung.
Jeder Punkt benötigte genügend Kontext, damit er bewertet, zugeordnet und vom zuständigen Team gelöst werden konnte. Die Modelle unterstützten außerdem Ausschreibung, Beschaffung, 4D-Planung und den Informationszugang auf der Baustelle.
Das Ergebnis war eine koordinierte digitale Grundlage für 44 Gebäude und ihren industriellen Standortkontext. Der Wert lag nicht im bloßen Nachzeichnen von Unterlagen in 3D, sondern im Sichtbarmachen von Schnittstellen und Informationsrisiken in einem großen bestehenden Industrieprogramm.
Projekt-FAQ
Welchen Umfang hatte die BIM-Koordination für die Bergbauanlage?
Der Umfang umfasste die Rekonstruktion von Building Information Modeling-Modellen für 44 Gebäude, die Analyse von rund 700 Quelldokumenten, den Einsatz eines Laserscans über 29 ha Standortfläche und die Identifikation von rund 3.000 Koordinationspunkten.
Warum reichte das reine Nachmodellieren nicht aus?
Ziel war nicht, Zeichnungen nur in 3D zu übertragen. Die Modelle sollten Widersprüche zwischen Fachpaketen, fehlende Schnittstellen, logische Fehler und Risiken sichtbar machen, die Bauausführung, Beschaffung oder weitere Planung beeinflussen konnten.
Welche Rolle spielte der Laserscan?
Der Laserscan bildete einen messbaren Bezug zum bestehenden Standort. Er ersetzte keine technische Entscheidung, half aber dabei, Höhen, Positionen, Zugänge und Schnittstellen mit dem vorhandenen Umfeld abzugleichen.


