85.000-m²-Gewerbekomplex: integrierte Fachplanung
Integrierte Planung von sechs Gewerbegebäuden mit BIM-Koordination, Variantenbewertung, Mengenermittlung und behördlicher Dokumentation.

- Bruttogeschossfläche
- 85,000 m²
- Bürogebäude
- 6
- Zielverhältnis GLA zu GBL
- 0.85
Der Gewerbekomplex wurde als sechs Gebäude in drei Bauphasen geplant. Mit rund 85.000 m² Bruttogeschossfläche mussten Architektur, Tragwerk, Gebäudetechnik, Infrastruktur, Umweltanforderungen und formale Dokumentation koordiniert bleiben. Die Größe war wichtig; entscheidend war jedoch die Phasierung, weil jede Gebäudeentscheidung Folgen für spätere Etappen hatte.
TEBIN stellte ein internes multidisziplinäres Team für Konzept- und Grundplanung zusammen. Architektur, Tragwerk, Heizung, Lüftung, Kühlung, Sanitär, Brandschutz, Elektro, Beleuchtung und Schwachstrom wurden in einer gemeinsamen BIM-Umgebung entwickelt.
Warum braucht ein phasenweiser Komplex ein gemeinsames Modell?
Gemeinsame Infrastruktur, Medien, Erschließung, Brandschutz und Bauablauf schaffen Abhängigkeiten zwischen allen sechs Gebäuden. Deshalb wurden Fachmodelle zusammengeführt und in einer verwalteten gemeinsamen Datenumgebung geprüft. Das Modell machte sichtbar, wo Schächte, Technikräume, Zugänge, Fluchtwege und Medienführungen aufeinander wirken.
Ein Ziel war ein Verhältnis von 0,85 zwischen vermietbarer und Bruttogeschossfläche, ohne Wartung, Sicherheit oder technische Leistung einzuschränken. Dieses Verhältnis konnte nicht allein über Grundrisse betrachtet werden. Es musste zusammen mit Tragwerk, Technik, Brandschutz, Betrieb und späterer Vermietbarkeit geprüft werden.
Wie war Variantenbewertung mit BIM verbunden?
Das Team verglich Lösungen zum Schutz bestehender städtischer Leitungen, Varianten für VRF-Wärmepumpen und Gasheizung, elektrische Verteilung zur Reduktion von Schachtflächen sowie Materialien für Entwässerungssysteme. Die Modelle lieferten nicht nur Ansichten, sondern eine technische und mengenbezogene Grundlage für Entscheidungen.
Variantenbewertung bedeutete hier nicht, Qualität zu reduzieren. Es bedeutete, Optionen nachvollziehbar zu machen: Was spart Fläche? Was vereinfacht Betrieb und Wartung? Was beeinflusst Brandschutz, Bauablauf oder Genehmigungsunterlagen? Diese Fragen wurden anhand koordinierter Projektinformationen geprüft.
Wie entstanden Dokumentation und Mengen?
Zeichnungen, Spezifikationen, Schedules und Mengenermittlungen wurden aus einer koordinierten Informationsumgebung entwickelt. Das half, Fachentscheidungen konsistent in die Dokumentation zu übertragen und Schnittstellen zwischen Architektur, Engineering, Nachhaltigkeit, Fachunternehmern und behördlichen Anforderungen zu steuern.
Das Ergebnis war eine konsistente Konzept- und Grundplanung für einen phasenweisen 85.000-m²-Komplex, die Raum, Engineering, Informationsmanagement und Variantenvergleich miteinander verband.
Projekt-FAQ
Welchen Umfang hatte TEBIN im Gewerbekomplex?
TEBIN entwickelte die Konzept- und Grundplanung mit multidisziplinärer Koordination für Architektur, Tragwerk, Gebäudetechnik, Brandschutz, Elektro, Beleuchtung, Schwachstromsysteme, Informationsmanagement und Mengenermittlung.
Warum braucht ein sechsteiliges Programm eine gemeinsame Koordination?
Die Gebäude teilen Infrastruktur, technische Netze, Erschließung, Brandschutzlogik und Bauphasen. Entscheidungen in einem Teil beeinflussen Flächen, Schächte, Medien, Kosten und spätere Etappen.
Wie unterstützte BIM die Variantenbewertung?
Die koordinierten Modelle machten Varianten vergleichbar: Schutz bestehender Leitungen, Heiz- und Kühlsysteme, elektrische Verteilung, Schächte, Materialien und Mengen konnten technisch und räumlich geprüft werden.


