WohnungsbauBerlin, Deutschland2023

Heizungsplanung für Wohngebäude in Berlin: BIM und LINEAR

Wie TEBIN die Heizungsplanung für zwei Wohngebäude mit über 4.200 m² beheizter Fläche und rund 24.000 m Rohrleitung über BIM und LINEAR koordinierte.

Heizungsplanung für Wohngebäude in Berlin: BIM und LINEAR — TEBIN-Projekt
Beheizte Fläche
4,200+ m²
Fußbodenheizungsrohre
24,000 m
Mehrfamilienhäuser
2

Zwei neue Mehrfamilienhäuser ergänzten einen bestehenden Berliner Wohnkomplex um mehr als 4.200 m² beheizte Fläche. Die Planung umfasste Fußbodenheizung und rund 24.000 m Rohrleitung. Da die Energieinfrastruktur bereits feststand, plante TEBIN kein isoliertes System, sondern eine Lösung, die in den Bestand integriert werden musste.

TEBIN entwickelte die mechanischen Systeme in einem verbundenen Workflow aus Building Information Modeling (BIM) und Berechnung. Das Team modellierte Bestands- und Neuanlagen, führte Wärme-, Hydraulik- und Lüftungsberechnungen durch und plante die Flächenheizung. LINEAR, entwickelt von LINEAR GmbH, unterstützte die Berechnung und verband technische Daten mit dem Modell.

Wie plant man eine Erweiterung bestehender Energieinfrastruktur?

Die Hauptheizzentrale wurde nicht neu geplant. Die neuen Gebäude mussten mit den verfügbaren Energiequellen und der bestehenden Verteilung arbeiten. Das Energiekonzept kombinierte Solarkollektoren, die vorhandene Gaskesselanlage und ground-to-air Wärmepumpen.

TEBIN modellierte das bestehende Heizsystem zusammen mit den neuen Gebäudesystemen. Dadurch konnten Lasten, Anschlüsse, Verteilung, Anlagen und hydraulisches Verhalten als ein zusammenhängendes System geprüft werden, statt als getrennte Einzelberechnungen.

Berechnungsbasierte Planung

Die Heizlast wurde nach EN 12831 berechnet. Die Flächenheizung wurde nach DIN EN ISO 11855 ausgelegt, mit Raumlasten, verfügbarer Bodenfläche, Schleifenlängen und Komfortanforderungen als Grundlage. Die Lüftungsplanung berücksichtigte DIN 1946-6 und DIN 18017-3.

Geräte, Rohrdimensionen und Volumenströme wurden aus Berechnungen abgeleitet und mit der Modellgeometrie verbunden. LINEAR reduzierte die manuelle Übertragung von Informationen zwischen Tabellen, Modell und Zeichnungen, ersetzte aber nicht die technische Prüfung.

Was bedeuten 24.000 m Rohrleitung in der Koordination?

Die 24.000 m Rohrleitung stehen für viele Einzelentscheidungen zu Zonen, Verteilern, Schleifenlängen, Abständen, Bodenaufbauten und hydraulischen Widerständen. Das BIM-Modell machte diese Informationen gleichzeitig sichtbar, koordinierbar und auswertbar.

Das Ergebnis war eine prüfbare Heizungs- und Lüftungsplanung für zwei Wohngebäude, integriert in ein bestehendes Energiesystem mit mehreren Quellen. Der Wert lag nicht im Einsatz einer bestimmten Software, sondern in der Verbindung von Bestand, Berechnung, BIM-Koordination, technischer Prüfung und Dokumentation in einem kontrollierten Prozess.

Projekt-FAQ

Welchen Umfang hatte TEBIN in diesem Wohnungsbauprojekt?

TEBIN verantwortete die Planung der mechanischen Systeme, BIM-Modellierung, Wärme- und Hydraulikberechnungen, Fußbodenheizungsplanung, Heizkörperauslegung, Lüftungsplanung und die Koordination der technischen Ergebnisse.

Welche Rolle spielte LINEAR?

LINEAR war die Berechnungsumgebung, die Wärme- und Hydraulikdaten mit dem BIM-Modell verband. Die Software unterstützte Berechnung und Nachvollziehbarkeit; Konzept, Eingaben, Normen und technische Entscheidungen blieben bei den Ingenieurinnen und Ingenieuren von TEBIN.

Warum musste das bestehende System mitmodelliert werden?

Die neuen Gebäude mussten mit vorhandenen Energiequellen und der bestehenden Verteilung zusammenarbeiten. Die Modellierung des Gesamtsystems half, Lasten, Anschlüsse, Quellen, Verteilung und hydraulisches Verhalten in einem Prozess zu prüfen.

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