Kraftstoffinfrastruktur der Netzersatzanlage eines Rechenzentrums: 16 Tanks und Verteilsystem
Kraftstofflagerung und -verteilung für die Netzersatzanlage eines Rechenzentrums: 16 Dieseltanks, 8 Pumpenräume, 4 Betankungsschränke und Vorfertigung.

- Dieseltanks
- 16
- Pumpenräume
- 8
- Betankungsschränke
- 4
Eine Netzersatzanlage im Rechenzentrum wird an einer Frage gemessen: Springen die Aggregate an, wenn das Netz ausfällt, und laufen sie so lange, wie sie gebraucht werden? Die Antwort hängt ebenso sehr an der Kraftstoffinfrastruktur hinter den Aggregaten wie an den Aggregaten selbst — an Lagervolumen, Förderzuverlässigkeit, dem Schutz erdverlegter Leitungen und einer Dokumentation, die eine einzige, in sich stimmige Anlage beschreibt.
TEBIN plante die Lagerungs- und Verteilsysteme für Kraftstoff und Harnstofflösung der Netzersatzanlage eines Rechenzentrums in den Niederlanden. Die Leistung wurde in RIBA Stage 5 erbracht und die koordinierte Planung bis zur Bestandsdokumentation durchgezogen. Andrii Sheronov leitete das Projekt als Project Manager.
Wie wurde die Kraftstoffautonomie sichergestellt?
Die Planung ordnete 16 Dieseltanks mit Auffangwannen, Fundamenten und Erfüllung der Brandschutzanforderungen an und erreichte damit die Kraftstoffautonomie, die die Projektanforderungen nach KIWA BRL-K903 verlangen — die niederländische Beurteilungsrichtlinie für Kraftstofflageranlagen.
Die Tankaufstellung war eine Ingenieuraufgabe, keine Anordnungsübung. Jeder Tank brauchte Auffangvolumen, Fundamente, Befüllzugang und Abstände, die zur Brandschutzstrategie des Grundstücks und zur Trassenführung des versorgten Verteilnetzes passen. Sechzehn Tanks bedeuten außerdem sechzehn Anschlusssätze, die sich im Betrieb identisch verhalten müssen — was die Planung zu wiederholbaren, vereinheitlichten Anordnungen führte.
Was verbindet die Tanks mit den Aggregaten?
Der Kraftstoff gelangt über 4 Betankungsschränke und 8 Pumpenräume von der Lagerung zu den Aggregaten. TEBIN plante die vollständige Verrohrung und Geräteanordnung dieser Förderknoten und lieferte eine einheitliche Lösung mit integrierter Steuerung, Umgehungen und Entleerung über alle Knoten hinweg.
Der Verbindungsumfang deckte die gesamte Trasse ab: Vor- und Rücklaufleitungen zwischen Tanks, Pumpenräumen und Aggregaten, dazu die Notabsperrlogik, mit der sich Teile des Netzes abschalten lassen, ohne den Rest der Anlage zu verlieren. Eine Reservekraftstoffanlage nützt nur, wenn sie sich im Störfall vorhersehbar verhält; Absperr-, Umgehungs- und Entleerungslogik wurden deshalb in die Anlage hineingeplant statt der Baustelle überlassen.
Wie ist die erdverlegte Infrastruktur geschützt?
Ein großer Teil des Verteilnetzes verläuft unterirdisch, wo Korrosion die langfristige Gefahr ist. TEBIN setzte kathodischen Korrosionsschutz für alle erdverlegten metallischen Bauteile um und plante ein vollständiges System aus Rohrhalterungen und Konsolen, das dauerhafte Standsicherheit und Korrosionsbeständigkeit der gesamten erdverlegten Infrastruktur sichert.
Halterungen und Konsolen wurden als Teil der Anlagenplanung behandelt, nicht als Annahme des Monteurs. Lage und Typ beeinflussen Leitungsführung, Lasten, Abstände und die Reihenfolge, in der das Netz montiert und instand gehalten werden kann.
Warum gehörte Vorfertigung zum Planungsumfang?
Wiederkehrende Rohrleitungsbaugruppen wurden als modulare Vorfertigungsblöcke entwickelt. Vorfertigung verkürzt die Montagezeit auf der Baustelle und hält die Qualität über alle Knoten der Kraftstoffanlage gleich — sie funktioniert aber nur, wenn die Planungsinformation stabil ist, mit bekannten Maßen, Anschlusspunkten und Verbindungsstellen.
Weil die Vorfertigungsblöcke innerhalb des Planungsumfangs entwickelt wurden, dienten dasselbe koordinierte Modell und dieselben Pläne sowohl der Fertigung als auch der Montage, statt dass die ausführende Firma die Montageinformation auf der Baustelle neu herleiten musste.
Was hielt die Abwicklung zusammen?
TEBIN führte das Projekt von der Konzeption bis zur Bestandsdokumentation und hielt die laufende Abstimmung mit Tiefbau, Elektrotechnik und Regelungstechnik, sodass die Kraftstoffanlage integriert entstand und nicht spät nachverhandelt wurde. Der Dokumentationssatz umfasste R&I-Fließschemata (P&ID), Aufstellungspläne, Isometrien, Halterungspläne und Gerätelisten über alle Projektphasen.
Projektergebnis
Das Ergebnis ist eine koordinierte kraftstoffseitige Grundlage für die Netzersatzanlage des Rechenzentrums: 16 Tanks mit der geforderten Autonomie, vorhersehbare Förderung über vereinheitlichte Befüll- und Pumpenknoten, ein geschütztes erdverlegtes Netz, vorfertigungsfähige Baugruppen und ein Dokumentationspaket, das dieselbe Anlage von der Konzeption bis zum Bestand beschreibt.
Projekt-FAQ
Wofür war TEBIN bei der Kraftstoffanlage des Rechenzentrums verantwortlich?
TEBIN plante die Infrastruktur für Lagerung und Verteilung von Kraftstoff und Harnstofflösung der Netzersatzanlage: 16 Dieseltanks mit Auffangwannen und Fundamenten, 4 Betankungsschränke, 8 Pumpenräume, die vollständige Verrohrung bis zu den Aggregaten, kathodischen Korrosionsschutz, Rohrhalterungen, die Vorfertigungsplanung sowie die komplette Dokumentation von der Konzeption bis zur Bestandsdokumentation.
Wie wurden die Anforderungen nach KIWA BRL-K903 berücksichtigt?
Tankvolumen und Anordnung wurden so entwickelt, dass die für die Projektanforderungen nach KIWA BRL-K903 erforderliche Kraftstoffautonomie erreicht wird; diese Anforderungen wurden in Planung und Dokumentation der Kraftstoffanlage durchgezogen. Die Endabnahme hängt weiterhin von Ausführungsqualität, Prüfungen und den zuständigen Zertifizierungsstellen ab.
Warum gehörte die Vorfertigungsplanung zum Leistungsumfang?
Wiederkehrende Rohrleitungsbaugruppen wurden als modulare Vorfertigungsblöcke entwickelt, damit sie außerhalb des Montagebereichs gefertigt werden konnten. Das verkürzte die Montagezeit auf der Baustelle und hielt die Qualität über alle Knoten der Kraftstoffanlage hinweg gleich.


