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Technische Gebäudeausrüstung für ein Labor der Schutzstufe 3: 16.800 m² unter Containment-Regeln

TGA-Planung für ein sechsgeschossiges Laborgebäude mit 16.800 m² der biologischen Schutzstufe 3: Lüftung, Wasser, Abwasser, Sprinkler, Laborgase, Elektro, Brandmeldung und Sicherheit, ausgelegt nach den Anforderungen der Biosicherheit.

Technische Gebäudeausrüstung für ein Labor der Schutzstufe 3: 16.800 m² unter Containment-Regeln — TEBIN-Projekt
Biologische Schutzstufe
BSL-3
Fläche des Laborgebäudes
16,800 m²
Verhältnis Labor zu Büro
60 / 40

In den meisten Gebäuden dient die Lüftung den Nutzern. In einem Containment-Labor ist sie eine Sicherheitsbarriere. Die Luft muss in eine Richtung strömen, von sauberen Bereichen zu Bereichen höherer Schutzstufe und nie umgekehrt, und diese Richtungsvorgabe setzt sich fort in Druckstufen, Raumabdichtung, Filtration, Redundanz und jeder Durchdringung durch Wand oder Decke. Sie muss auch dann halten, wenn das Gebäude gewartet wird.

TEBIN erbrachte die Planung von Lüftung, Sanitär und Elektro für ein sechsgeschossiges Laborgebäude mit 16.800 m² in Deutschland, eingestuft in die biologische Schutzstufe 3 (BSL-3), mit rund 60 % Laborflächen und 40 % Büro- und Allgemeinflächen. Der Umfang umfasste RLT (Heizung, Lüftung, Klima), Wasserversorgung, Abwasser, Sprinkler, Laborgase, elektrische Anlagen, Brandmeldung und Sicherheitstechnik, jeweils ausgelegt nach den geltenden Anforderungen der Biosicherheit.

Was ändert die Schutzstufe 3 für die Gebäudetechnik?

BSL-3 ist eine Containment-Klassifizierung für Arbeiten mit Erregern, die durch Einatmen schwere Erkrankungen auslösen können. Für das Gebäude bedeutet das: Gewöhnliche Anlagen werden zu regulierten Systemen. Die Lüftung muss gerichtete Luftströmung und definierte Druckverhältnisse halten, die Abluft braucht geeignete Filtration und Ausblasung, die Entwässerung aus Containment-Bereichen darf nicht wie gewöhnliches Abwasser behandelt werden, und Durchdringungen müssen die Dichtheit der Containment-Hülle wahren.

Die planerische Folge: Trassen können nicht erst geführt und dann begründet werden. Das Containment legt die Randbedingungen zuerst fest, und die Trassenführung muss innerhalb davon gefunden werden.

Wie teilen sich Labor- und Büroflächen ein Gebäude?

Die Aufteilung 60/40 ist die zentrale räumliche Aufgabe. Zwei Fünftel des Gebäudes folgen der Logik eines gewöhnlichen Nutzgebäudes: Komfortbedingungen, Tageslicht, flexible Grundrisse. Drei Fünftel folgen der Containment-Logik, in der dieselben Freiheiten zu Einschränkungen werden. Beide teilen sich Tragwerk, Fassade, vertikale Erschließung und Technikschächte.

Die Grenze zwischen ihnen ist keine Linie im Grundriss, sondern eine Reihe konstruierter Übergänge, und jeder davon ist ein Ort, an dem die Containment-Strategie entweder gehalten oder unterlaufen wird. Beide Zonen als ein koordiniertes TGA-Konzept zu planen, statt als Labor mit angehängten Büros, hält diese Übergänge bewusst.

Warum brauchen Laborgase eine eigene Planungsdisziplin?

Laborgassysteme haben ein eigenes Gefährdungsprofil: Druckverteilung, Reinheitsanforderungen, eigene Absperr- und Alarmvorkehrungen sowie Schnittstellen zur Lüftungs- und zur Brandschutzstrategie. Sie werden als eigenständiges System geplant und gegen die übrigen Gewerke koordiniert, statt in ihnen untergebracht zu werden.

Wozu dienten die BIM-Vorlagen?

TEBIN entwickelte BIM-Vorlagen (Building Information Modelling), um Projektsteuerung und gewerkeübergreifende Koordination zu strukturieren. In einem Gebäude, in dem mehrere TGA-Gewerke mit denselben Containment-Anforderungen zusammenwirken, sind einheitliche Modellierungskonventionen die Voraussetzung dafür, Schnittstellen systematisch zu prüfen statt sie einzeln zu entdecken.

Projektergebnis

TEBIN lieferte eine koordinierte TGA-Planung für ein BSL-3-Laborgebäude, mit RLT, Wasser, Abwasser, Sprinkler, Laborgasen, Elektro, Brandmeldung und Sicherheitstechnik, ausgelegt nach den geltenden Anforderungen der Biosicherheit und gestützt auf BIM-Vorlagen für die gewerkeübergreifende Koordination. Zertifizierung, Inbetriebnahme und Validierung der Containment-Leistung verbleiben bei den Beteiligten, die diese Leistungen innehaben.

Projekt-FAQ

Was ist die biologische Schutzstufe 3?

BSL-3 ist eine Containment-Klassifizierung für Labore, die mit Erregern arbeiten, die durch Einatmen schwere Erkrankungen auslösen können. Sie stellt Anforderungen an Luftführung und Druckstufen, Filtration, die Entwässerung aus Containment-Bereichen und die Dichtheit der Containment-Hülle, und jede davon ist eine Randbedingung der TGA-Planung.

Was hat TEBIN in diesem Projekt geplant?

Lüftung, Sanitär und Elektro: RLT, Wasserversorgung, Abwasser, Sprinkler, Laborgase, elektrische Anlagen, Brandmeldung und Sicherheitstechnik für ein sechsgeschossiges Laborgebäude mit 16.800 m², davon rund 60 % Labor- und 40 % Büro- und Allgemeinflächen. TEBIN entwickelte außerdem BIM-Vorlagen für die gewerkeübergreifende Koordination.

Zertifiziert TEBIN die Containment-Leistung?

Nein. Der Leistungsumfang von TEBIN ist die Planung. Zertifizierung, Inbetriebnahme und Validierung der Containment-Leistung liegen bei anderen Beteiligten.

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